Turnierablauf

01. Der Teilnehmer muss, um mitspielen zu können, das 18. Lebensjahr vollendet haben.

02. Poker bei Pokerunit wird nach den Regeln des "Texas Hold'em" gespielt.

03. Jeder Spieler beginnt mit einem Stack von 3.000 in Form von Jetons.

04. Die Blinds (Mindesteinsatz) starten bei 25/50 und werden alle neun Minuten erhöht. Ist ein Spieler vom Tisch abwesend, werden seine Blinds vom Dealer gesetzt.

05. Die Teilnahmegebühren an dem ersten gespielten Tisch des Turniertages von Pokerunit beträgt 20 €. Die Zahlung der Teilnahmegebühr berechtigt zur Teilnahme an einem Tsch (1 Ticket) mit einem Chipguthaben von 3.000. Diese Gebühr muss vor Ort zu Beginn des jeweiligen Qualifikationstisches beim Veranstalter bezahlt werden.

06. Hat ein Teilnehmer seine Jetons verbraucht, ist er aus dem Spiel ausgeschieden. Er kann sich aber für das nächste Turnier jederzeit einkaufen. Das Rebuy an demselben Tisch ist aber nicht gestattet!

07. Das Teilen, Verschenken oder Übertragen von Chips bedeutet für alle daran beteiligten Spieler die sofortige Disqualifikation.

08. Die Startplätze werden durch das Ziehen verdeckter Platzkarten vergeben. Die Sitzplätze am Tisch werden nach einem Zufallssystem festgelegt. Dabei ziehen die Spieler je eine Karte, deren Wert die Sitzposition bestimmt.

09. Das Turnier wird nach einem Zeitlimit so lange gespielt, bis ein Spieler alle Jetons am Tisch gewonnen hat. Ein Spieler scheidet aus, wenn dieser keine Chips mehr besitzt. Er hat daraufhin unverzüglich seinen Platz am Tisch zu verlassen.

10. Sollten mehrere Spieler zugleich ausscheiden, so ergibt sich die Platzierung abhängig von der Chip-Menge (Table-Stack) vor dem Ausscheiden. Diese Platzierung gilt auch für die Preise.

12. Race for Chips: Die kleinen Chip-Werte werden nach einer vorher festgelegten Limit-Erhöhung bis auf den nächsthöheren Wert eingewechselt. Die übrig gebliebenen Chips (Odd-Chips) legt jeder Spieler vor sich auf den Tisch und erhält dafür, beginnend zur linken Seite des "virtuellen" Croupiers (= Position des Dealer-Buttons), für jeden Odd-Chip eine Karte. Der Spieler mit der höchsten Karte im Wert (High-Card-by-Suite) erhält alle verbleibenden Odd-Chips und kann diese in die nächsthöheren Chips umtauschen. Der Dealer-Button wandert erst nach dem Race for Chips.

13. Balance the tables: Kommt es im Finale an zwei Tischen zu einem Unterschied an der Anzahl von Spielern, so muss ein Spieler des Tisches mit der größeren Anzahl an Spielern zum Tisch mit der kleineren Anzahl an Spielern wechseln. Dieser Vorgang wird von der Turnierleitung angewiesen.

14. Kann ein Spieler nicht den vollen geforderten Einsatz bringen, so kann dieser mit seiner restlichen Menge an Chips All-In gehen. Dabei werden so genannte Side-Pots gebildet.

15 Am Pokertisch ist das Rauchen nicht gestattet.

17. Wenn sich ein Spieler im Turnier ungebührend verhält kann der Turnierveranstalter den Spieler vom Turnier ausschließen.

18. Jeder Spieler, der bei einem Turnier von Pokerunit teilnimmt, spielt auf eigene Gefahr. Beim Heads-Up-Spiel muss der Spieler, bei dem sich der Dealer-Button befindet den Big Blind bringen, der andere folglich den Small-Blind. Bei Eröffnung eines neuen Tisches wird die Position des Dealer-Buttons links vom Kartengeber gesetzt.

29. Mit der Teilnahme am Turnier erkennt der Spieler die Turnierregeln an.

20. Dieser Turnierablauf entspricht Deutschem Recht und der aktuellen Gesetz- und Grundlagenregelung für Pokerturnierveranstalter.

21. Alle Angaben ohne Gewähr!


Texas Hold´em

Hold'em bezeichnet jene Poker-Variante, bei der im Verlauf eines Spiels fünf Karten offen in die Mitte des Tisches gelegt werden. Diese fünf Karten können von jedem Spieler zur Bildung seiner Pokerhand verwendet werden. Die Kombination ergibt sich aus den zwei Karten, die an den Spieler ausgeteilt werden und dieser verdeckt hält, zusammen mit den Karten auf dem Tisch. Texas Hold'em wird mit 52 Blatt von zwei bis maximal zehn Personen gespielt. Ziel ist es, die höchste Karten-Kombination zu erhalten oder durch geschickte und strategische Spielweise die anderen Spieler zum Aufgeben zu bewegen.


Spielverlauf

01. Das Spiel beginnt, indem der Dealer-Button links vom Kartengeber gesetzt wird. 02. Die beiden Spieler links vom Button bringen die Grundeinsätze. Der erste Spieler links vom Button setzt den Small Blind. Der zweite Spieler links vom Button setzt den Big Blind.

03. Jeder Spieler bekommt nun zwei Karten ausgeteilt. Diese bleiben verdeckt und dürfen nur vom Spieler eingesehen werden.

04. Nun beginnt die erste Setzrunde mit dem Spieler links vom Big Blind.
Jeder Spieler muss sich nun für eine der folgenden Optionen entscheiden:
Fold: der Spieler steigt aus
Call: der Spieler setzt in der Höhe des Big Blinds
Raise: der Spieler erhöht (mindestens um die Höhe des Big Blinds)

05. Sobald diese erste Setzrunde beendet ist, legt der Dealer die ersten drei Gemeinschaftskarten auf den Tisch, den so genannten "Flop".

06. Es beginnt die zweite Setzrunde mit dem nächsten zum Button positionierten Spieler.
Jeder Spieler hat zunächst folgende Optionen:
Check: der Spieler gibt die Option zu setzen an den nächsten Spieler weiter.
Bet: der Spieler setzt. Danach kommen für die folgenden Spieler wieder die o.g. Optionen in Frage (Fold, Call, Raise).


07. Nachdem die zweite Setzrunde beendet ist, legt der Dealer die vierte Gemeinschaftskarte auf den Tisch, die so genannte "Turn Card". Die Setzrunde beginnt wieder mit dem links vom Button sitzenden Spieler, wieder mit den Optionen Check oder Bet.

08. Nachdem die dritte Setzrunde beendet ist, legt der Dealer die vierte Gemeinschaftskarte auf den Tisch, die so genannte "River Card". Die Setzrunde geht wieder mit dem am nächsten zum Button positionierten Spieler.

09. Es folgt die letzte Setzrunde wie oben beschrieben.

10. Verbleibt nach dieser letzten Setzrunde nur noch ein Spieler, so gewinnt dieser den Pot. Bei mehreren Spielern entscheidet die beste Karten-Kombination über die Zuteilung des Pots.

11. Der Dealer-Button wandert um eine Position im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler und die nächste Hand beginnt.

Vergleichen von Hand Distributionen und Pot Chancen


Eine der Vorstellungen, welche eine erforderliche Kenntnis für den Erfolg bei Poker für jeden Spieler darstellt, ist das Konzept für Pot Chancen. Pot Chancen sind die Chancen, die einem bieten, den Pot zu gewinnen. Wenn sich 30 Dollar im Pot befinden und man ein Gebot von einem Dollar ausrufen muss, um zu sehen ob man die Gewinner Hand besitzt, bekommt man 30 zu 1 Pot Chancen, was bedeutet, dass man nur einmal von 30 richtig liegen muss, um als Sieger hervorzugehen. (Die anderen 29 Male, bei denen man falsch liegt, wird man einen Dollar für die Gesamtsumme 29 Dollar verlieren und das eine Mal, wo man richtig liegt 30 Dollar gewinnen, für einen Gesamtprofit von einem Dollar). In diesem Fall würde man mit jeder der beiden Karten eine Call machen. Gewöhnlich sind die gebotenen Chancen nicht so gut und man wird seine eigentlichen Chancen kalkulieren müssen, um die Hand zu gewinnen und sie mit den Pot Chancen zu vergleichen.

Hand Verteilungen beim Poker

Eine Poker Hand-Austeilung ist eine Auswahl von Hands, die man seinem Gegner ansetzt, basierend auf seiner oder ihrer Handlung und den früheren Erfahrungen mit dem Spieler. Man könnte sich entscheiden, dass ein besonders scharfer Spieler wahrscheinlich nur Flops von den Hands AT oder besser sehen kann. Man ist sich eventuell auch sicher, dass ein bestimmter Spieler nur von einer früheren Position mit JJ-AA aufnimmt. Das Katalogisieren dieser Hand Distributions wird einem behilflich sein, später bei der Hand die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das Vergleichen von Hand Verteilungen und Pot Chancen

Angenommen man hält 9s Ts und ein Pre-Flop Besitzer spielt einen Flop mit 8h Jh 3s. Man selbst legt als nächstes und er bietet dann, wenn der Turn 4C ist. Wenn es einen Mangel an weiteren Informationen gibt, würde man annehmen, dass man acht Outs hat, die vier 7´s und die vier Q´s für einen Straight. Das bietet einem geschätzte Pot Chancen von 5 zu 1, was bedeutet, dass man eine 20%-Chance hat, die Hand zu gewinnen und falls der Pot fünf mal so groß ist wie die Größe seines Gebots, wird man einen richtigen Call haben.

Was aber wenn zwei passend hohe Karten in der Hand Austeilung sind, die man für dieses Spiel bestimmt hat? Oder was wenn man aus Erfahrungen weiß, dass dieser Spieler zu Semi-Bluffs neigt. Was wenn er seine Vorzüge in der Hand hat, wenn er an der Reihe ist, aber dann verliert. Wenn dies der Fall ist, muss man eine Entscheigung treffen. Man kann die 7 und Q der Hearts von der Hand nehmen, während einem dabei nur 6 Outs vermittelt und nur eine Chance von rund 14% oder eine 7 zu 1 Chance gegeben wird, die Hand zu gewinnen. Man kann sich auch dafür entscheiden, dass dieser Gegner wahrscheinlich mit 50% in der Zeit einen Flush Draw besitzt, dies bedeutet, dass man in der Hälfte der Zeit eine 14%-Chance auf den Gewinn hat und in der anderen Hälfte eine 20%-Chance und eine Gesamtchance von 17%. In diesem Fall braucht man nur bessere als 6 zu 1 Pot Chancen, um weiterzugehen.

Hand Distributionen bei Spielauswahl

Sicherlich ist es schwierig diese Art von Mathematikaufgaben mitten in der Live Hand zu bewältigen. Wenn man jedoch diese Art von Analysierung zu Hause erledigt, kann man sie auf ähnliche Situationen bei Live
Poker Spielen  übertragen und eine dadurch grobe Vorstellung der Aufgabenverwicklung erhalten. Wenn man Online spielt, könnte man sogar die Zeit und Möglichkeiten besitzen diese Art der Berechnung mitten im Spiel zu machen. Das häufige Anwenden dieser Ideen während des Poker spielen, wird einem eine Art von Edges anbieten. Es ist die Anhäufung von kleinen Edges, die einem die beste Aussicht auf einen Gewinn beim Poker Spiel darlegt.